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Andrea Lexhaller

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Anlagen nicht nur im Westen

Eine Million Euro jeden Tag. So viel Geld geben die Landkreisbürger*Innen in etwa für den Einkauf von Öl und Gas aus. Wäre der Landkreis bereits klimaneutral mit eigenen regenerativen Energieanlagen könnte dieses Geld in der Region und bei Bürgerinnen und Bürgern...

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Pressemitteilung, 17.07.2023

Bürger und Kommunen profitieren

Sonnensegler: Energiewende für den westlichen Landkreis

Bildunterschrift: In kleinen Gruppen ging es in die Details: Die Fachleute der Sonnensegler erläuterten anhand von Karten und Plänen, welche Energie-Anlagen an welchen Standorten möglich sind. Foto: Weigand

Die Sonnensegler sind im Osten des Landkreises vielen bereits ein Begriff. Im Westen sind sie noch weniger bekannt. Mit der Auftaktveranstaltung „Energie-wende für den westlichen Landkreis“ hat sich das schlagartig geändert.

14 Gemeinden hatte das Organisationsteam um Thomas Geiger aus Oberschweinbach und Guido Grotz aus Grafrath zu der Informationsveranstaltung am 12. Juli im Mammendorfer Rathaus eingeladen. Über 50 Gäste waren gekommen, unter ihnen zahlreiche Bürgermeister und Gemeinderäte aus den Orten Adelshofen, Althegnenberg, Egenhofen, Grafrath, Hattenhofen, Jesenwang, Kottgeisering, Landsberied, Mammendorf, Mittelstetten, Moorenweis, Oberschweinbach, Schöngeising und Türkenfeld. „Dass das Interesse so groß sein würde, damit hätten wir nicht gerechnet“, freut sich Thomas Geiger.

Doch an Windkraft, Photovoltaik und Geothermie führt in Zukunft kein Weg mehr vorbei. Denn die gesetzlichen Vorgaben in Bayern sind ambitioniert, die Kommunen wiederum verpflichtet, diese umzusetzen. Umso besser, wenn sich nachhaltiger Strom und Wärme so produzieren lassen, dass Bürger und Kommunen möglichst davon profitieren.

Ideales Konzept

Das Modell der Bürgerenergiegenossenschaft verspricht genau das: Bürger*innen können Genossenschaftsanteile erwerben und sich danach über Darlehen an der Finanzierung von Anlagen beteiligen, die die Genossenschaft baut und betreibt. Im Gegenzug erhalten sie eine Rendite, sobald die Anlagen Gewinne erzielen. Gleichzeitig fließen den Kommunen durch die Erneuerbare Energien-Anlagen vor Ort Gewerbesteuereinnahmen zu, die sie für kommunale Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, die Feuerwehr etc. verwenden können. Gerade für Gemeinden mit wenig Gewerbe ein ideales Konzept.

Genau dieses wollen die Sonnensegler für die Gemeinden und Städte im Landkreis Fürstenfeldbruck umsetzen, wie deren Vorstandsvorsitzender Falk-Wilhelm Schulz bei der Veranstaltung erläuterte. Dabei konzentrieren sich die bislang ehrenamtlich organisierten Sonnensegler inzwischen mit zwei Mitarbeitern auf Großanlagen und kommunale Dachanlagen. „Wir sind angetreten, um nachhaltigen Strom im Megawatt-Bereich zu erzeugen“, betonte er vor dem Publikum. „Nur so lässt sich die Energiewende in der nötigen Geschwindigkeit umsetzen und der CO2-Ausstoß senken.“

Konkrete Standorte

Dass die Sonnensegler bereits große Kompetenz erworben haben, bewiesen sie, indem sie den Anwesenden konkrete Standorte für Windkraftanlagen und PV-Freiflächenanlagen in den westlichen Gemeinden präsentierten. Basis ist ein Plan für den kompletten Landkreis, den die Sonnensegler auf Grundlage der aktuell gültigen Rahmenbedingungen erarbeitet haben. Ein solcher existierte in einer derart detaillierten Form bislang noch nicht. „Damit ist eine Gesamtstrategie Wind möglich“, stellt Vorstand Falk-Wilhelm Schulz klar. Demnach könnten 105 Windräder realisiert werden. Damit kommen die Sonnensegler ihrem Ziel näher, sich als DER Energiepartner von Bürgern für Bürger im Landkreis zu etablieren. „Das Know how dafür haben wir“, sagt Schulz. In kleinen Gruppen konnten die Gäste danach die Karten für ihr jeweiliges Gemeindegebiet einsehen und mit den Fachleuten der Sonnensegler mögliche Bürgerenergieprojekte besprechen und diskutieren.